Bauwerks(teil)sprengungen

Das Sprengen von Bauwerken und Bauwerksteilen stellt zweifelsohne die Königsdisziplin in der Sprengtechnik dar. Auf Grundlage eines sprengtechnischen Gutachtens werden hierbei gezielt statisch wirksame Bauteile eines Bauwerkes durch den Einsatz von Sprengladungen zerstört.

In der Folge versagt die Gesamtstatik und das Bauwerk bricht unter seinem Gewicht zusammen. Die Hauptarbeit erledigt hierbei die kinetische Energie, die das Bauwerk im Fallprozeß aufnimmt. Durch moderne Zündsysteme ist es möglich das Bauwerk durch eine Fallrichtungssprengung in einen definiertes Fallbett niederzubringen. Selbstverständlich können die zu erwartenden Erschütterungen prognostiziert werden und haben großen Einfluß auf die gesamte Sprengplanung, um keine Kollateralschäden durch die Sprengung zu verursachen.

Der größte Vorteil liegt bei der Bauwerkssprengunng darin, dass zum Einen die Arbeitshöhe deutlich herabgesetzt wird, sodass eine Weiterbearbeitung des Haufwerks ohne Longfront möglich ist, zum Anderen wird der Beton vom Stahl deutlich angelöst teilweise bereits pulverisiert, was zur kosteneffizienten Trennung der Materialien beiträgt.

Klassische Einsatzgebiete sind die Sprengung von Brücken, Schornsteinen, Sendemasten, Gebäuden, Bunkeranlagen, großen Fundamenten, Kühltürmen, etc.