Sprengungen zur präventiven Gefahrenabwehr

Sprengungen zur Verkehrswegesicherung

Die Aufrechterhaltung der Infrastruktur und die Sicherung der Verkehrswege ist in unserer hoch technisierten Gesellschaft eine Grundforderung durch Bürger und Industrie. Die Straßenbaulastträger sind in der Pflicht, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Straßen in einem verkehrssicheren Zustand zu versetzen. Kommt es durch Wind, Regen, Sturm und Frost zu Windbruch oder Erosion an Gesteinen und drohen dann Bäume oder Gesteinsbrocken auf Straßen, Wege oder Schienen herabzustürzen, so ist die Sprengtechnik ein probates Mittel, um diese Gefahr schnell, präzise und kosteneffizient zu beseitigen. Sprechen Sie uns an und wir beraten Sie, um die wirtschaftlichste Lösung bei einer konkreten Problemstellung zu finden.


Eissprengungen

Die Sprengung von Eis wird auf behördliche Anordnung des Katstrophenschutzes oder der Wasserwirtschaftsämter durchgeführt. Man sprengt hierbei die Eismassen vom Unterlauf beginnend durch aufgelegte Ladungen oder mittels Bohrlochladungen und ermöglicht, dass die Eismassen abfließen können. Notwendig wird dies in aller Regel, wenn nach langen Frostperioden Tauwetter einsetzt. Brechen dann am Oberlauf die Eisschollen auf und verschieben sich, so türmen sich „Eisthrombosen“ auf, die zur Überschwemmung der umliegenden Auen führen.

Wehranlagen, Schleusen, Brückenbauwerke, etc. können die enormen Kräfte der sich auftürmenden Eismassen nur bis zu einem gewissen Umfang aufnehmen. Darüberhinaus werden derartige Anlagen in ihrer Funktionalität stark eingeschränk und beschädigt; bei Brückenbauwerken kann es sogar zum statischen Versagen kommen, wenn der Querdruck auf die Pfeiler zu groß wird.

Der Einsatz der Sprengtechnik setzt zunächst genaue Kenntnis über die Eisbeschaffenheit (Kerneis, Grundeis, Packeis, Eisgang oder Eisschollen) vorraus. Nach der Analyse wird gemeinsam mit der anordnenden Behörde die Strategie festgelegt, nach der die Eismassen beseitigt werden sollen.

Lawinen-/Schneefeldsprengungen

Lawinen sind faszinierend und bedrohlich zugleich. So müssen in den Wintermonaten je nach Witterungslage zahlreiche Straßen und Skigebiete gesperrt werden, da nach ausgiebigen Schneefällen die Gefahr des unkontrollierten Lawinenabgangs besteht. Die Lösung bieten hier spezielle Sprengladungen, die im Abrißgebiet der Schneebretter gezündet werden. Durch die Detonationswelle wird das Schneebrett an der Abrißkante gelöst und die künstlich ausgelöste Lawine geht in einem abgesperrten Bereich zu Tal.

Die Platzierung dieser Sprengladungen muss je nach örtlicher Begebenheit angepasst werden; so kommen Sprengseilbahnen, Sprengpfähle, Sprengschlitten, Wurfladungen oder das Absetzen von Sprengladungen aus dem Hubschrauber in Frage.

Eine spezielle Anwendung ist das pyrotechnische Werfen. Hierbei werden komplette Sprengladungen in einem auf dem Berg montierten, diebstahlgeschützten Kasten verladen. Im Falle der aufkommenden Lawinengefahr werden von der Talstation aus die Ladungen ferngezündet; der Kasten öffnet sich, die Sprengstoffpatrone wird mit einer Treibladung in die Abrißzone geschleudert und ein Zeitzünder aktiviert; nachdem die Sprengstoffpatrone gelandet ist, zündet der Zeitzünder den Sprengstoff und die Lawine wird ausgelöst. Eine abgewandelte Form ist der Einsatz eines Mörsers, der auf einem Skidoo montiert ist. Man kann sich seitlich oder oberhalb der Abrißzone mit dem Motorschlitten postieren und schießt die Sprengladung aus dem Mörser in die Abrißzone; nach der Landung der Patrone zündet wieder der aktivierten Zeitzünder den Sprengstoff.

Wir haben für alle genannten Anwendungsfälle die entsprechenden Fachkundenachweise und dürfen diese anwenden. Gerne beraten wir Sie über eine maßgeschneiderte Lösung für Ihr Gebiet.