Sprengungen im Katastrophenschutz

Im Katastrophenschutz bestehen mannigfaltige Einsatzmöglichkeiten, die Sprengtechnik zum Einsatz zu bringen. So können gerade bei Bränden in Industrieanwesen Löschöffnungen in Beton- oder Ziegelwände gesprengt werden, um gezielt Löschmittel einbringen zu können. Auch die sprengtechnische Öffnung von durch Hitzeausdehnung verklemmten Türen/Toren ist schnell und unkompliziert möglich. Bei Bränden in landwirtschaftlichen Anwesen kommt es durch die ausgedehnten Holzkonstruktionen immer wieder zu einer Gefährdung der Einsatzkräfte bei Nachlöscharbeiten, da das strukturell geschwächte Tragwerk plötzlich versagen kann; durch eine gezielte Sprengung kann nach polizeilicher Freigabe eine Dach- oder sonstige Konstruktion gezielt zum Einsturz gebracht werden, um so die Gefahr des unvorhergesehenen Herabstürzens ausschließen zu können. Natürlich sind wir feuerwehrtechnisch geschult und können sämtliche Arbeiten auch unter schwerem Atemschutz durchführen.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist das Absprengen von unter Spannung stehendem Sturmholz. Bei Wíndbruch verkeilen sich Bäume immer wieder oder geraten während des Fallprozesses unter Spannung. Wer einmal miterlebt hat, wie ein unter Spannung stehender Baum bei der Durchtrennung mit der Kettensäge „schnalzt“ geht mit großem Respekt an so eine Arbeit heran. Wir können kostengünstig solche Spannungen durch Sprengladungen gefahrlos beseitigen und die Bäume können im Anschluss durch Forstbehörden oder Feuerwehren weiterbearbeitet werden. Der Zeitansatz pro Baum liegt bei nur ca. 20 Minuten; der Nutzholzanteil des Baumes wird um lediglich 50cm vermindert!